Das Milchaufkommen in Deutschland hat nach einer zwischenzeitlichen gedämpften Anlieferung, wieder den saisonal üblichen anziehenden Trend eingeschlagen. Das Erzeugungsniveau aus dem vergangenen Jahr konnte dennoch nicht wieder erreicht werden. Der Rückstand sowohl zur Vorjahreswoche als auch auf Sicht des Januars lag bei fast 2,0 %. Die Präsenz um das Geschehen der Maul- und Klauenseuche nahm am heimischen Milchmarkt allmählich ab. Im Export hatte es teilweise noch Länder gegeben an denen die Geschäftsabwicklung verzögerte bzw. stockte. Die Kurse für Rohmilch entwickelten sich zum Monatswechsel weitestgehend stabil und konnten sich behaupten. Für Rahm hatten die Kurse etwas schwächer tendiert, lagen aber mit über 8 Cent/Fetteinheit auf einem ordentlichen Niveau. Die Eiweißvermarktung scheint dem Vernehmen gewisse Nachfrageimpulse derzeit zu erhalten, die Kurse entwickelten sich etwas freundlicher.
Butter: erstmals Preiskorrekturen bei geformter Ware
Ende Januar war die abgerufene Menge an abgepackter Butter, auch bedingt durch den Monatswechsel und im Hinblick auf die Preisverhandlungen mit dem LEH/Discount geringer ausgefallen. Zu Beginn des Februars zeigten die gehandelten Mengen bereits wieder nach oben. Die Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten für abgepackte, geformte Butter 250 g hatte erstmals seit Oktober des vergangenen Jahres nachgegeben. In dieser Woche wurde eine Preisspanne von 8,20 bis 8,60 Euro/kg veröffentlicht, was einen Rückgang von 30 bzw. 20 Cent/kg entspricht. Bereits zu Ende der vergangenen Woche hatte sich ein Preiskampf im LEH/Discount entwickelt. Innerhalb kürzester Zeit versuchten sich die Lebensmittelhändler bei der Reduzierung der Verbraucherpreise für Butter gegenseitig zu übertreffen. Am Rohstoffmarkt hielt die lebhafte Nachfrage nach Milchfett weiter an. Aufgrund des geringeren Milchaufkommens war die Verfügbarkeit am nationalen Markt nicht zu umfangreich. Der Handel mit Blockbutter hatte eher wieder eine abwartende Haltung eingenommen, nachdem zuletzt die Kurse für Rahm eine schwächere Entwicklung eingenommen hatten. Ein Kaufinteresse bestand häufig nur für den kurzfristigen Bedarf. Die Kemptner Notierung gab in Untergrenze um 20 und in der Obergrenze um 10 Cent/kg nach.
Schnittkäse: lebhaftes Inlandsgeschäft
Die Mengenumsätze mit Schnittkäse bewegten sich auf einem sehr ordentlichen Niveau. Sowohl aus dem LEH/Discount als auch Richtung Foodservice verspürten Hersteller ein reges Kaufinteresse. Von Seiten der Anbieter war es dabei nicht immer leicht der Nachfrage gerecht zu werden. In der Herstellung dämpft das kleinere Milchaufkommen die Käseproduktion und auch die geringen Lagerbestände ermöglichen kaum Spielraum zusätzlichen Bestellungen nachzukommen. Die Nachfrage aus dem europäischen Binnenmarkt hatte mit abnehmender Präsenz des MKS-Geschehens weitestgehend wieder Normalität erreicht. Bei den Lieferungen in Drittländer wurde die Vermarktungssituation noch unterschiedlich beurteilt. Die Kurse der maßgebenden Börsennotierungen entwickelten sich uneinheitlich, insgesamt sollten sich die Abgabepreise behaupten können.